Nachhaltigkeit: Meine ersten 5 zero-waste Schritte

My first five zero-waste swaps

Hallo ihr Lieben,
Ich freue mich so, endlich meinen ersten „Müllreduzierungs-„oder „zero-waste“ Post mit euch zu teilen. Bevor wir anfangen, ein paar Anmerkungen: Ich bin in keinster Weise ein perfekter „zero-waster“, nicht mal ein „minimal waster“. Ich habe nur angefangen, mich mit dem Thema zu beschäftigen und wollte euch auf diese Reise mitnehmen. Es gibt schon unglaublich viele zero-waste Blogs, sowohl in Englisch als auch in Deutsch, und alle sind viel umfangreicher und detaillierter als dieser Blog je sein wird. Aber ich finde auch, dass diese Blogs gerade für den Neuling etwas überwältigend sein können. Deshalb habe ich mir gedacht, dass meine ersten Baby-Schritte im Bereich zero waste auch für euch interessant sein könnten. Meine ersten fünf Schritte oder Veränderungen sind vielleicht nicht unbedingt die, die andere Blogs als die einfachsten und selbstverständlichsten listen. Jeder fängt mit wiederverwendbaren Einkaufsbeuteln an – ich auch, aber ich wollte euch von den Veränderungen erzählen, die mir am einfachsten gefallen sind und die ich teilweise schon umgesetzt habe, bevor ich mir überhaupt vorgenommen habe in Richtung zero waste zu gehen. Viel Spaß!

Schritt 1: Stückseife

  • Warum ist Stückseife eine gute Idee? Erstens, mit Stückseife kann man ganz einfach die Plastikverpackung von Flüssigseifen vermeiden. Stückseife kann man gut in Paper gewickelt kaufen oder sogar komplett ohne Verpackung (Lush, Reformhaus, …). Und zweitens besteht Flüssigseife zu einem großen Teil aus Wasser. Warum brauchen wir Wasser in Plastikflaschen, wenn wir uns sowieso mit Wasser die Hände waschen. Außerdem finde ich, dass man mit dem Kauf von Seifen oft einfach kleine, lokale Unternehmen unterstützen kann.
  • Wie hab ich den ersten Schritt gemacht? Dieser Schritte wurde eigentlich von meinem Vater getan, der Flüssigseifen schon lange bevor ich ausgezogen bin, abgeschafft hat. Er war damals genervt von dem cremigen Gefühl das die Seifen hinterlassen und wollte etwas, das einfach nur sauber macht. Er hat lange recherchiert und dann angefangen, Seife von einem lokalen Familienunternehmen zu bestellen (Die Seifen finde ich toll, leider weiß ich nicht mehr genau wie sie verpackt waren. Das Papier könnte beschichtet sein.) Meine Mutter hat diese toll riechenden Seifen immer zwischen unsere Kleider in den Schrank gelegt und so auf Duftsäckchen verzichtet.

Schritt 2: Edelstahl-Wasserflasche

  • Warum? Wasser in einmal verwendbaren Plastikflaschen ist die sinnloseste Resourcenverschwendung die ich mir so vorstellen kann. Immer wieder die gleiche Wasserflasche zu verwenden und einmal Plastikflaschen vermeiden, ist, meiner Meinung nach, einer der wichtigsten Schritte in der Müllreduzierung. Edelstahlflaschen haben einige Vorteile über wiederverwendbare Plastikflaschen: Sie geben keine Chemikalien an das Wasser ab, sie können ihren Inhalt lange warm/kalt halten und wenn sie jemals das zeitliche segnen, sind sie einfacher zu recyceln.
  • Wie? Für diesen Schritt hab ich ehrlich gesagt viel zu lange gebraucht. Ich bin es gewohnt, Sprudelwasser zu trinken und die meisten wiederverwendbaren Flaschen kommen damit einfach nicht gut klar und halten dann nicht dicht. Deshalb hab ich meistens eine Einmalplastikflasche aufgehoben und so oft wie möglich wieder befüllt. Nachdem ich in die USA gezogen bin und deutlich weniger Sprudelwasser zur Verfügung hatte, hab ich mit verschiedenen wiederverwendbaren Plastikflaschen (hauptsächlich Britta und camelbak) experimentiert aber keinen Liebling gefunden. Das Wasser war immer warm (ich brauche kaltes Wasser um mit dem Mangel an Sprudel klar zu kommen) und hat oft nach Plastik geschmeckt. Die Flaschen sind außerdem nach dem ersten Mal fallen lassen oft schon kaputt gewesen. Dann habe ich endlich den Entschluss gefasst, mir eine  Edelstahl-Flasche zuzulegen. Hauptsächlich hatte ich mit diesen Swell Flaschen geliebäugelt. Letztendlich musste ich mir dann gar keine kaufen, weil ich eine dieser Swell Flaschen bei eine Müllsammelaktion am Strand gefunden habe (richtig zero-waste!!). Das ist eine 0.5l Flasche, etwas zu klein für große Ausflüge und Wanderungen, aber perfekt für den Alltag.

Schritt 3: Wiederverwendbarer Kaffeebecher

  • Warum? Styropor ist der absolute Müll-Albtraum, unmöglich zu recyceln, Papierbecher sind mit Plastik beschichtet um auch tatsächlich den Kaffee zu halten und diese Bioplastikbecher können nur an bestimmten Orten recycelt oder kompostiert werden.
  • Wie? Ich hab meinen ersten Kaffeebecher gekauft als ich angefangen habe Kaffee und Tee mit in die Schule zu nehmen. Damals bin ich aber trotzdem noch regelmäßig zu Starbucks und Co. und habe deren Becher benutzt und weggeworfen. Seit einiger Zeit habe ich es zu meiner persönlichen Regel gemacht, nur noch einen Kaffee to go zu kaufen, wenn ich meinen eigenen Kaffebecher dabei habe. Dadurch wurde es um einiges leichter, sich das Kaffeebecher mitnehmen anzugewöhnen. Mittlerweile ist das gar kein Problem mehr und ich habe auch noch nie auf Ablehnung gestoßen. Meistens habe ich sogar noch einen Rabatt auf den Kaffee bekommen. Wenn man den Becher mal vergessen hat, schadet es auch nicht, sich etwas Zeit zu nehmen und den Kaffee im Sitzen in Porzelan zu trinken.

Schritt 4: Stofftaschentücher

  • Warum? Papiertaschentücher sind ja wie der Name schon sagt aus Papier und könnten vielleicht auch aus recyceltem Papier sein und mögen ja vielleicht sogar kompostierbar sein. Trotzdem verschwendet ihre Herstellung unnötig Wasser und Ressourcen und außerdem kann man sie meistens nur in Plastik eingewickelt kaufen. Stofftaschentücher mit in die normale Wäsche werfen, kostet den Planeten bei weitem nicht so viel (besonders wenn man die Stofftaschentücher nicht neu kaufen muss)
  • Wie? Stofftaschentücher sind vielleicht eine etwas ausgefallene Idee für diese Art Anfängerposts und kommen vielleicht auch ein bisschen hippiemäßig rüber, aber für mich war das ein absolut angenehmer Schritt. In Deutschland sind Papiertaschentücher so viel billiger, fester und flauschiger als in den USA. Deshalb ist mir hier schon das ein oder andere Unglück mit den Papiertaschentüchern passiert. Um das zu vermeiden, konnten ganz einfach Stofftaschentücher herhalten. Ich hab diesen Schritt einfach und günstig gehalten indem ih mit im second hand Shop ein riesiges weißes Shirt gekauft habe und dann in Stücke geschnitten habe. Bonus: wie groß die Taschentücher werden sollen, kann man sich dann selbst aussuchen. Aus einem Shirt habe ich 20 Stofftaschentücher raus bekommen. Und als meine Eltern zu Besuch hier waren, hat mir mein Vater ein verkleckertes Shirt da gelassen für die nächste Ration. Zero-waste win-win!

Schritt 5: Müllfreier Makeup-Entferner

  • Warum? Die Baumwollproduktion ist zu wasseraufwändig um Baumwoll-Einmalprodukte zu rechtfertigen, die benutzten Wattepads/ Makeup-Entfernertücher landen im Restmüll und flüssigen Makeup-Entferner gibt es in großen Plastikflaschen, die man auch gut vermeiden kann.
  • Wie? Meine Mutter hat mich definitiv zu diesem Schritt inspririert. Damals hat sie meine Faschingsschminke immer mit einem Waschlappen und Nivea-Creme von meinem Gesicht gewaschen und es hat immer 1a funktioniert. Außerdem war ich mega frustriert, dass ich auf so viele Makeup-Entferner allergisch reagiert habe und permanent irgendwelche Pickelchen oder gereizte Augen hatte. Jetzt benutze ich Waschlappen, die sich schon lange in meinem Besitz befinden und ein bisschen Kokosnussöl, das ich in eine alte Nivea-Reisedose abgefüllt habe. Ich schmelze ein bisschen Kokosnussöl in meiner Hand, reibe es (hauptsächlich) auf meine Augenlider und Wimpern und wasche dann mein ganzes Gesicht mit warmem Wasser ab. Der Waschlappen hat dann auch gleich noch eine kleine Peeling-Wirkung. Da das Kokosöl manchmal ein bisschen in meinen Augen brennt, bin ich am Überlegen andere Öle wie Jojoba, Argan oder Mandelöl mal auszuprobieren. Eine weitere Überlegung ist, mir ein paar wiederverwendbare Baumwollpads zu nähen, die bestimmt noch etwas sanfter zur Augenregion wären.

Ich hoffe, euch hat die Liste geholfen und gefallen! Was sind/ waren eure ersten Schritte in Richtung Müllvermeidung?

Alles Liebe, Juliet

 

 

** Keine dieser Links sind affiliate / gesponserte Links. Ich habe diese Artikel nur verlinkt, damit ihr euch besser vorstellen könnt wovon ich rede. Ich finde es generell immer besser, zu verwenden was man schon hat oder second hand zu kaufen.

 

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